neoland stellt sich vor…

Nach Jahrzehnten des ungezügelten Kapitalismus und der Herrschaft einer kleinen Elite, steht die Erde vor großen Veränderungen – nötigen Veränderungen. Die Menschheit hat seit der industriellen Revolution und der damit begonnen Ausbeutung fossiler Energie förmlich eine Explosion erfahren. Zweihundert Jahre später leben nun 8 Milliarden Menschen auf unserem Planeten und werden von wenigen Meinungsführern gelenkt. Während eine kleine Elite in ihren Yachten um die Welt fahren, wissen Milliarden Menschen nicht, was sie am nächsten Tag essen sollen; steht unser Ökosystem an einem Kipppunkt und unsere sozialen Beziehungen sind entmenschlicht. Menschen müssen sich ständig unterordnen, sich verstellen und anpassen, um von der gesellschaftlichen Norm nicht abzuweichen. Diese Entfremdung zu sich selbst lässt kein Bewusstsein für sich entstehen – Depressionen, Ängste und Abhängigkeiten sind die Folge. „Wir sind eine Gesellschaft notorisch unglücklicher Menschen …, die froh sind, wenn es ihnen gelingt, die Zeit „totzuschlagen“, die sie ständig zu sparen versuchen.“ – Erich Fromm.

Den herrschenden Eliten ist es gelungen, dies alles als Demokratie zu verkaufen. Doch wie ist ihnen das gelungen? „Aus Sicht der Herrschenden diente die Demokratie fast immer lediglich zur Revolutionsprophylaxe. Auch ist es ein historisches Faktum, dass die Einführung der repräsentativen Demokratie historisch der Demokratieabwehr diente.“ – Dr. Rainer Mausfeld Edward Bernays hat bereits 1928 in seinem Buch „Propaganda“ erklärt, wie einfach die Massen zu manipulieren sind und hat dies dann auch praktisch umgesetzt. Knapp 100 Jahre später sind wir nun an einem Punkt, an dem diese Konstruktion zu kippen beginnt. Die vierte Säule der scheinbaren Demokratie, die Medien, sind in einer nie dagewesenen Krise – zurecht in einer Krise. Statt dem kritischen Hinterfragen der Mächtigen, sind die Medien Teil einer Allianz mit Wirtschaft und Politik geworden. Diese Allianz gibt den Rahmen des sagbaren und denkbaren vor. Tag für Tag wird diese von elitären Denkfabriken produzierte Realität zur Realität der meisten Menschen. Ist mensch außerhalb davon, versucht mensch selbst nachzudenken, wird er/sie als TräumerIn, VerschwörungstheoretikerIn oder SpinnerIn denunziert. Wer noch weiter geht und die verbrecherischen Handlungen der Eliten aufdeckt, wie Edward Snowden oder WikiLeaks-Gründer Julian Assange, denen wird nicht nur der Ruf ruiniert, sondern auch verfolgt und ihrer Freiheit beraubt. Jeder Tag, an dem wir nichts über das in den Systemmedien lesen, was Julian Assange widerfahren ist, ist ein Beweis mehr, für die Manipulation durch die Massenmedien. Diese Propaganda ist global nicht überall gleich – unterschiedliche Mächte versuchen die Hoheit über die Massenmeinung zu bekommen. „Was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben, wissen, wissen wir durch die Massenmedien“ hat der deutsche Soziologe Niklas Luhmann einst treffend analysiert.

Mitten in der Corona-Krise wird nun vielen klar, dass mensch nicht alles glauben kann, was ihm/ihr gesagt wird. Zu widersprüchlich sind die Informationen. Wichtig ist es die Funktion der Massenmedien zu verstehen und dafür möchte neoland Aufklärungsarbeit leisten – den Diskurs sichtbar machen und von der eigenen Wahrnehmung trennen. Noch nie war es so wichtig, aber durch das Internet auch gleichzeitig so einfach, eine Medienkompetenz zu entwickeln. In dieser besonders herausfordernden Zeit ist nun möglich, sich neu zu orientieren, mit einem anderen Blick das „Alte“ betrachten und das „Neue“ entwickeln. „Es gibt im Leben Augenblicke, da die Frage, ob man anders denken kann, als man denkt, und auch anders wahrnehmen kann als man sieht, zum Weiterschauen und Weiterdenken unentbehrlich ist.“ — Michel Foucault

Doch wenn uns die alte Ordnung nicht weiterbringt, was dann? neoland versteht sich auch als Denkfabrik, wie wir als Menschheit eine friedliche und nachhaltige Gesellschaft gestalten können. Wir stellen die Frage, was für Menschen wichtig ist – machen uns Konsum und Materialismus tatsächlich glücklich? Wie wollen wir unsere Gesellschaft in Zukunft organisieren? Welche Auswirkungen hat unsere derzeitige Lebensweise? Was sind die Dinge, welche Menschen für ein gutes Leben brauchen? Welches Bewusstsein wollen wir unseren Kindern weitergeben? Diese Fragen wollen wir „von unten“ stellen und ins Zentrum rücken. Weiteres möchten wir Meinungen als Meinungen bezeichnen und uns von einer absoluten Wahrheit lösen oder wie es Friedrich Nietzsche sagte: “Es gibt nur ein perspektivisches Sehen, nur ein perspektivisches »Erkennen«; und je mehr Affekte wir über eine Sache zu Worte kommen lassen, je mehr Augen, verschiede Augen wir uns für dieselbe Sache einzusetzen wissen, um so vollständiger wird unser »Begriff« dieser Sache, unsre »Objektivität« sein.”

Du unterstützt die Idee von neoland? Dann diskutiere die aktuellen Verhältnisse, stelle diese Fragen in deinem Umfeld, produziere Inhalte (Video, Audio o. Text) für die Seite oder unterstütze uns finanziell, um unsere Idee voranzutreiben. Gemeinsam in ein neues Land – Gemeinsam zu Freiheit, Liebe und Gerechtigkeit.

Ein Kommentar zu „neoland stellt sich vor…

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  1. Systemtreue hat mich sehr lange begleitet. 36 Jahre lang. Bis zur vollständigen Erschöpfung – Burnout im Herbst 2017. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich im Glauben, dass ich mein Leben selbstbestimmt gestalte. Ich war im Glauben, dass wir von Menschen regiert werden, die es „gut“ mit uns meinen. Ich war im Glauben, dass die Medien objektiv und unabhängig sind und dementsprechend berichten. Ich war im Glauben, dass sich mein jahrelanger Einsatz in der Schule, der Universität und diversen Unternehmen lohnen wird, finanziell und sozialpolitisch. Ja, ich war im Glauben, dass ich mein Leben und mein Dasein selbst in der Hand habe.

    Die totale seelische und körperliche Erschöpfung hat mich bewegt, diesen Glauben zu hinterfragen. Wer meint es tatsächlich „gut“ mit mir? Wer hat mit meinem Dasein bis jetzt profitiert? Bin ich unabhängig, finanziell und sozialpolitisch? Berichten die Medien unabhängig und wird uns stets wahrheitsgetreu berichtet?

    Für mich war/ist es erschütternd feststellen zu müssen, wie mein Glauben missbraucht wurde. Ja, dem Glauben habe ich meinen Rücken zugekehrt.

    Mein Weg der Reflexion dauert nun schon knapp 3 Jahre und wird noch viel Zeit in Anspruch nehmen. Aber das Gefühl an den Glauben an sich selbst ist befreiend und motivierend zugleich.

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